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Segeln

Geschichte

Schon in der Zeit um 5000 vor Christus erkannte man die Vorteile eines Segelschiffes. Die Ägypter überquerten damals schon, mit Hilfe eines Schiffes mit Segel den Nil oder sogar das Mittelmeer und das rote Meer.

Seit dem 17. Jahrhundert sind die Formen der Segelschiffe immer spezialisierter geworden, unter anderem in Form von Linienschiffen oder Fregatten. Im 19. Jahrhundert entstanden mit Zunahme der Handelsschifffahrt die schnellen Klipper, die eine Geschwindigkeit von bis zu 18 Knoten erreichten.

Typischer Aufbau

Ein Segelboot besteht aus einem oder sogar mehreren Rümpfen, dem Segel und dem Rigg. Der Rumpf eines Segelschiffes besteht zumeist aus Aluminium, Stahl, Holz, Beton oder glasfaserverstärktem Kunststoff. Am Rumpf eines Segelschiffes befindet sich das Kiel oder auch das Schwert genannt, es sieht aus, wie eine Flosse an der Unterseite des Schiffes. Durch dieses Bauteil soll das Abdriften des Segelschiffes bei Wind verringert werden. Das Segel eines Segelschiffes kann man in zwei verschiedene Formen einteilen. Zum einen das Rahsegel und zum anderen das Schratsegel. Rahsegel sind viereckige Segel, diese sind bestens zum Segeln mit Rückenwind geeignet. Die Rahsegel sind typisch für ältere Segelschiffe. Heutzutage verwendet man lieber die Schratsegel. Diese ermöglichen auch das Segeln schräg gegen den Wind. Neben diesen beiden Formen des Segels gibt es aber auch noch eine besondere Ausführung, der Spinnaker. Er wird nur an seinen drei Ecken befestigt und dient hauptsächlich dazu, dem Wind eine möglichst große Fläche zu geben. Früher wurde Baumwolle als Segelmaterial verwendet, heutzutage wurde dieses aber größtenteils durch Polyestergewebe ersetzt. Das Rigg besteht aus Mast, Baum, stehendem und laufendem Gut. Als Gut wird hierbei das Tauwerk bezeichnet. Meistens besteht das stehende Gut aus Stahldraht und hat die Aufgabe den Mast abzustützen. Die Stange hält den Mast nach vorne und hinten und die Wanten geben dem Mast seitlichen Halt. Das Tauwerk, das dem Einstellen der Segel dient, wird als laufendes Gut bezeichnet. Hierzu gehören die Fallen und die Schotten. Die Fallen dienen dazu, das Segel zu setzten und zu borgen. Die Schotten haben die Aufgabe, den Anstellwinkel des Segels zu verändern.

Funktionsweise

Beim Segeln wird man durch zwei verschiedene Faktoren voran getrieben. Zum einen durch den Winddruck auf das Segel und zum Anderen durch die Luftströmung um das Segel herum. Sobald der Wind von hinten auf das Segel des Segelbootes oder des Segelschiffes trifft fängt das Boot oder Schiff an zu segeln. Bevor man anfangen kann mit dem Schiff zu segeln müssen erst einmal die Segel angeschlagen werden, dies bedeutet, die Segel müssen am Rigg befestigt werden. Weiterhin muss das Segel zum Segel gesetzt, das heißt meistens hochgezogen, werden.

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